Warum wir im Hotel manchmal besser schlafen als zu Hause
Ein fremdes Zimmer, ein ungewohntes Bett – und trotzdem schlafen wir manchmal so gut wie lange nicht mehr. Woran liegt das eigentlich? Ist die Hotelmatratze wirklich besser? Oder steckt hinter dem erholsamen Schlaf im Urlaub noch etwas ganz anderes?
Es gibt diese besonderen Morgen im Urlaub: Man wacht auf, streckt sich genüsslich und möchte am liebsten noch ein bisschen liegen bleiben. Das Bett fühlt sich herrlich bequem an, die Kissen sind wunderbar weich und irgendwie scheint die ganze Nacht erholsamer gewesen zu sein.
Zu Hause sieht das manchmal anders aus. Obwohl wir in unserem vertrauten Bett liegen, wachen wir verspannt auf, drehen uns nachts häufiger um oder fühlen uns morgens nicht richtig ausgeschlafen.
Aber warum eigentlich?
Die Antwort ist spannender, als man zunächst vermuten würde. Denn guter Schlaf hängt von weit mehr ab als nur von einer bequemen Matratze.
Der größte Unterschied liegt manchmal gar nicht im Bett
Im Hotel lassen wir den Alltag vor der Tür.
Keine Wäsche, die noch zusammengelegt werden muss. Keine beruflichen E-Mails, die auf eine Antwort warten. Kein Blick auf die unerledigten Dinge des nächsten Tages.
Stattdessen: ein gutes Abendessen, ein Spaziergang durch eine fremde Stadt oder einfach ein paar Stunden ohne Verpflichtungen.
Unser Kopf bekommt Gelegenheit, abzuschalten.
Und genau das kann einen großen Unterschied machen. Denn Stress und innere Anspannung gehören zu den Faktoren, die unseren Schlaf beeinträchtigen können. Wer entspannter ins Bett geht, findet häufig leichter zur Ruhe.
Vielleicht schlafen wir im Hotel also gar nicht besser, weil das Bett so außergewöhnlich ist. Sondern weil wir selbst entspannter sind.
Ein Schlafzimmer, das nur zum Schlafen da ist
Haben Sie schon einmal darauf geachtet, wie aufgeräumt ein gutes Hotelzimmer wirkt?
Das Bett ist frisch bezogen. Die Nachttische sind frei. Das Licht ist angenehm gedämpft. Keine Papierstapel, keine Wäscheberge, keine herumliegenden Ladekabel.
Das Schlafzimmer hat hier eine ganz klare Aufgabe: Es soll ein Ort der Erholung sein.
Zu Hause ist unser Schlafzimmer dagegen manchmal Ankleidezimmer, Abstellfläche, Fernsehecke und gelegentlich sogar Homeoffice.
Dabei kann eine ruhige, angenehme Schlafumgebung durchaus helfen, abends besser abzuschalten.
Was wir uns vom Hotel abschauen können:
- Ein aufgeräumtes Schlafzimmer mit möglichst wenig Ablenkung.
- Angenehmes, warmes Licht am Abend.
- Eine möglichst ruhige und dunkle Schlafumgebung.
- Frische Bettwäsche, in der man sich wohlfühlt.
- Eine Raumtemperatur, die zum persönlichen Wärmeempfinden passt.
Manchmal reichen schon kleine Veränderungen, damit sich das eigene Schlafzimmer wieder mehr wie ein Rückzugsort anfühlt.
Und natürlich spielt auch das Bett eine Rolle
Jetzt kommen wir zu dem Teil, den wir bei AUNOLD besonders spannend finden.
Hotels legen häufig großen Wert auf den ersten Eindruck ihrer Betten. Schließlich soll sich der Gast vom ersten Moment an wohlfühlen.
Viele Hotelbetten vermitteln deshalb ein angenehm weiches, einladendes Liegegefühl. Dazu kommen großzügige Bettdecken, mehrere Kissen und hochwertige Bettwäsche.
Das fühlt sich zunächst wunderbar an.
Aber bedeutet das automatisch, dass eine Hotelmatratze besser ist als die eigene?
Nicht unbedingt.
Hotelmatratzen müssen für möglichst viele unterschiedliche Menschen geeignet sein. Sie sind deshalb häufig auf einen breiten Gästekreis ausgelegt.
Eine Matratze für zu Hause darf dagegen etwas ganz anderes sein: Sie darf genau zu Ihnen passen.
Denn jeder Mensch bringt andere körperliche Voraussetzungen mit. Körpergröße, Gewicht, Körperkontur, bevorzugte Schlafposition und persönliche Liegevorlieben beeinflussen, welche Unterstützung eine Matratze bieten sollte.
Eine Matratze, die sich für den einen Menschen traumhaft bequem anfühlt, kann für einen anderen völlig ungeeignet sein.
Deshalb ist bei AUNOLD die individuelle Beratung so wichtig. Mithilfe einer professionellen Körpervermessung und Liegeanalyse lässt sich genauer beurteilen, welche Anforderungen Ihr Körper an eine Matratze und die passende Unterfederung stellt.
Nicht irgendein bequemes Bett ist das Ziel. Sondern Ihr bequemes Bett.
Warum sich ein Hotelbett oft so herrlich kuschelig anfühlt
Ein kleines Geheimnis vieler Hotelbetten steckt oberhalb der Matratze.
Großzügige Bettdecken, weiche Kissen und angenehm glatte Bettwäsche schaffen ein besonderes Gefühl von Komfort.
Und dieses Gefühl können Sie sich durchaus nach Hause holen.
Allerdings kommt es auch hier auf die persönlichen Bedürfnisse an.
Wer nachts leicht schwitzt, braucht möglicherweise eine andere Bettdecke als jemand, der schnell friert. Wer auf der Seite schläft, stellt andere Anforderungen an sein Kissen als ein Rückenschläfer.
Entscheidend ist deshalb nicht, möglichst viele Kissen aufzuschichten oder eine besonders dicke Decke zu kaufen.
Viel wichtiger ist, dass die einzelnen Bestandteile Ihres Bettes gut zu Ihnen passen.
Bei AUNOLD berücksichtigen wir beispielsweise mit unserer Wärmebedarfsanalyse das individuelle Wärmeempfinden und die Anforderungen an das Schlafklima.
Und auch beim Kopfkissen gilt: Was im Hotel für zwei Nächte wunderbar erscheint, muss nicht unbedingt dauerhaft die richtige Lösung sein.
Deshalb können Sie bei uns ausgewählte Schlafkissen unverbindlich zu Hause ausprobieren. Denn erst im eigenen Bett zeigt sich, ob ein Kissen wirklich passt.
Aber Moment: Schlafen wir in fremden Betten nicht eigentlich schlechter?
Tatsächlich gibt es auch das gegenteilige Phänomen.
Vielleicht kennen Sie das: In der ersten Nacht im Hotel schlafen Sie unruhig, werden häufiger wach oder fühlen sich am nächsten Morgen weniger erholt.
In der Schlafforschung spricht man vom sogenannten First-Night-Effekt.
Damit wird beschrieben, dass Menschen in einer ungewohnten Schlafumgebung zunächst weniger tief oder insgesamt unruhiger schlafen können. Besonders gut untersucht ist dieses Phänomen bei Übernachtungen im Schlaflabor.
Unser Gehirn muss sich erst an die neue Umgebung gewöhnen.
Das erklärt auch, warum manche Menschen erst in der zweiten oder dritten Hotelnacht richtig gut schlafen.
Ob wir im Hotel besser oder schlechter schlafen, hängt also von verschiedenen Faktoren ab: unserer Entspannung, der Schlafumgebung, unseren Gewohnheiten und natürlich auch vom Bett selbst.
Was wir vom Hotelbett für zu Hause lernen können
Die gute Nachricht: Sie müssen nicht ständig verreisen, um sich abends auf Ihr Bett zu freuen.
Oft lohnt es sich, das eigene Schlafzimmer einmal mit den Augen eines Hotelgastes zu betrachten.
Würden Sie sich hier gerne für ein paar Nächte einquartieren?
Ist das Bett einladend? Fühlt sich die Bettwäsche angenehm an? Passt die Decke zur Jahreszeit? Liegen Sie wirklich bequem? Oder haben Sie sich an kleine Unbequemlichkeiten längst gewöhnt?
Gerade Letzteres passiert erstaunlich leicht.
Wir verbringen schließlich jede Nacht in unserem Bett. Und manchmal merken wir erst in einer anderen Schlafumgebung, dass es zu Hause vielleicht doch etwas zu verbessern gibt.
Das bedeutet nicht, dass gleich eine neue Matratze nötig ist.
Manchmal macht bereits ein passendes Kissen einen Unterschied. Manchmal eine andere Bettdecke. Und manchmal lohnt sich tatsächlich ein genauer Blick auf das gesamte Schlafsystem aus Matratze und Unterfederung.
Das schönste Hotelbett ist vielleicht Ihr eigenes
Ein gutes Hotelbett ist etwas Wunderbares.
Aber das eigene Bett hat einen entscheidenden Vorteil: Es muss nicht für Hunderte unterschiedliche Gäste funktionieren.
Es darf ganz auf Sie abgestimmt sein.
Auf Ihren Körper. Ihre Schlafgewohnheiten. Ihr persönliches Wärmeempfinden. Und darauf, wie Sie am liebsten liegen.
Bei AUNOLD in Köln und Bonn nehmen wir uns Zeit, genau das gemeinsam mit Ihnen herauszufinden. Mit persönlicher Beratung, Körpervermessung, Liegeanalyse und der Möglichkeit, unterschiedliche Schlafsysteme in Ruhe auszuprobieren.
Damit Sie sich vielleicht schon bald jeden Abend ein kleines bisschen wie im Urlaub fühlen.
Ganz ohne Kofferpacken.
